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Big Mama Sound (Interview)


In den letzten Tagen stand ich mit Cuttia Ranks, Nimeesha & Lynn Luger aus Mannheim im Kontakt und konnte ihnen einen paar Fragen zu ihrem Sound stellen. Was dabei entstand erfahrt ihr hier. Grüße nach Mannheim!


Wie entstand eure Begeisterung zu Reggae & Dancehall und was fasziniert euch an der Dancehall? Wie verlief die Soundgründung?


Cuttia Ranks: Nimeesha und ich haben etwa zur gleichen Zeit die Dancehall für uns entdeckt, das war um 1999/2000. Es gab viele Dances und Sounds schossen wie Pilze aus dem Boden. Wir kannten uns schon damals und waren oft zusammen feiern. Mein Bruder legte damals auch schon auf (Ruffment Sound) und inspirierte mich schnell mit dem Sammeln von Platten anzufangen. Als im Wohnzimmer jugglen nicht mehr reichte, wuchs der Wunsch selbst als Sound zu spielen. Nach verschiedenen Ideen wurde es dann letztendlich im Jahr 2003 Big Mama Sound. Ich wollte Nimeesha ab dem ersten Tag im Sound haben, sie traute sich den Gedanken aber anfangs nicht zu (was sich ja dann 2009 änderte). Mit Lynn Luger war es insofern ähnlich, als dass sich zwischen uns dreien eine Freundschaft entwickelte und die logische Konsequenz daher nur der Soundbeitritt 2012 sein konnte.Faszination war und ist immer(noch) der Vibe auf den Parties, das Miteinander mit der Massive und die gemeinsame, geteilte Liebe zur Musik, die für Freude am Leben und einem Gedanken von Unity steht.


Ihr seid für viele als Sizzla Sound bekannt. Wie entstand die Connection zu ihm?


Sizzla Kalonji war schon immer ein Artist, der uns persönlich beeinflusst und inspiriert hat. Es war daher keine Frage, dass auch er ein Teil unser Dubplatebox werden sollte. 2007 hatten wir den ersten Kontakt und voicten Tunes im Rahmen seiner Show in Stuttgart. Ab da folgten immer wieder Begegnungen, wenn Sizzla auf Tour in Europa war, und 2011 schafften wir es auch endlich ihn in Jamaica zu besuchen. Alles weitere hat sich einfach über die Zeit ergeben, die Geschichten dazu wären wohl abendfüllend.


Hattet ihr als einer der wenigen Females Sounds in Deutschland mit Stereotpyen oder Anfeindungen zu kämpfen?


Natürlich war der Anfang als Female Sound nicht immer leicht, viele männliche Kollegen trauten uns nicht mal zu, dass wir die Anlage bedienen können. Aber über die Zeit haben wir uns wohl bewährt. Ich könnte mich in letzter Zeit an kein unangenehmes Ereignis auf dances erinnern. Einzig in der Clashwelt sind wir wohl bei vielen noch nicht im Kopf angekommen, aber wir haben Geduld und Durchhaltevermögen


Ihr wart letztes Jahr viel unterwegs und habt auf Festivals, wie dem Reggaejam und Nowa Reggae gespielt. Ich glaube, momentan ist es etwas ruhiger um euren Sound geworden. Stehen für euch bald wieder Juggling oder Clashdates an?


Der Sommer 2017 war wirklich ein erreichter Meilenstein für uns, nach dem Nowa Reggae in Barcelona und der Reggaejam, folgte im August noch unser Auftritt auf dem Rototom Sunsplash in Spanien. Jedes Festival hatte seine ganz eigene Atmosphäre und alle drei können als Erfolg für unseren Sound verbucht werden. Von daher kann ich auch nicht wirklich bestätigen, dass es ruhiger um uns geworden ist, gerade die Erlebnisse und Begegnungen unserer Festivalsaison hat uns wieder angeregt uns neue Ziele zu setzen und fokusiert darauf hinzuarbeiten. Daher wird 2018 das Thema Produktion einen großen Anteil haben, was uns natürlich trotzdem nicht davon abhalten wird Clubs und weitere Festivals zu rocken. Ich gebe zu, dass wir drei in unseren größten, kreativen Momenten (noch) die schlechte Angewohnheit haben unseren Aussenauftritt zu kurz kommen zu lassen. (lacht) Daraus sollte man aber niemals schliessen, dass man nichts mehr von uns zu hören kriegt - "Big Mama Sound always deh bout!!“