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Kumar (Interview)

Im Dezember 2018 hatte ich die Ehre mit Kumar, former Leadsinger der Band Raging Fyah, ein Interview vor seiner Show in Bochum zu führen.

Greetings Kumar, schön dass du dir Zeit für das Interview nimmst. Grade bist du auf der „Stand Firm“- Winter Tour und hast viele Städte bereist. Wie gefallen dir bisher die Vibes in Europa?


Über die Jahre in denen ich getoured bin, habe ich die Vibes in Europa immer als sehr positiv wahrgenommen. Heute ist die letzte Show in Bochum. Die Tour hat in Genf angefangen. Über Zürich nach Italien, Prag, Wien, Bratislava. Ebenfalls Städte in Deutschland wie München und Berlin. Heute sind wir hier in Bochum für die letzte Show. Es war großartig bisher. Meine neue Single „It's Alright“ wurde ebenfalls released. The vibes nice!


In Genf hast du bei einem Workshop an einer Schule mitgearbeitet. Kannst du mir mehr darüber erzählen?


Der Workshop an der Schule in Genf wurde von meinem guten Freund Niko veranstaltet. Er ist dort Musikkoordinator der Internationalen Schule von Genf und war ebenfalls mein Engineer als ich noch bei Raging Fyah war. Er reiste zum Beispiel mit uns bei der UB40 Tour in den USA mit. Big up Niko! Er ist ein sehr respektierter und bescheidener Mensch. Er wusste, dass mir Bildung sehr wichtig ist, denn in Jamaika besitzen meine Mutter und ich eine Schule mit 230 Kindern. Dort geht es nicht nur um Musik. Schon ab dem Kindergartenalter bis hin zur 6ten Klasse kümmern wir uns um die frühe Bildung der Kinder. Meine Mutter ist die Leiterin und meine Frau ist ebenfalls Lehrerin. Sie unterrichtet zum Beispiel Tanz. Es sind sehr familienorientierte Vibes. Als ich Raging Fyah verließ, sagte mir Niko, dass es möglich ist zu seiner Schule in Genf zu kommen und einen Workshop zu veranstalten. Als die Schule das Okay gab, war ich dann dort für 7 Workshops über 4 Tage. Am letzten Tag haben wir ein großes Konzert gespielt. Für mich war es eine lebensverändernde Erfahrung. Es war das erste mal in meinem Leben, außerhalb von Jamaika, mein Wissen über Musik an Kinder zu vermitteln. Es war klasse und ich hoffe mehr solcher Workshops machen zu können. Vielleicht ja mal in Deutschland.


Am 14. Dezember wurde deine neue Single "It's Alright" released. Wie ist das bisherige Feedback?


Das Feedback ist großartig! Der Song ist bereits in der Apple Music „Best of the Week's Pop“ Playlist in Japan und auf vielen weiteren Playlists bei Spotify. Das Lyric-Video kann man ebenfalls schon auf Youtube finden. Das Feedback ist toll. Ich hoffe, dass viele Radiosender den Song spielen werden. Also ganz ehrlich, ich kann mich nicht beklagen. (lacht)


Bei Instagram hast du erwähnt, dass du offen für neue Projekte bist. In welche musikalische Richtung wird es gehen?


So wie bei meiner neuen Single „It's Alright“. Bei der heutigen Show wirst du die Richtung erkennen. Die Singer-/Songwritersachen mag ich sehr. Ich nehme ebenfalls viele Einflüsse von Rock und 80er Disco-Musik. Roots Reggae-Einflüsse sind mir trotz allem sehr wichtig. Ich möchte nicht in Schubladen steckenbleiben oder immer die gleichen Songs singen, was auch okay wäre. Allerdings möchte ich meine Message voranbringen und glaube mein Potential kann mich weiter als das bringen.


In Jamaika kommt grade eine neue Generation von Künstlern auf. Koffee, Lila Ike und viele mehr. Es scheint, als würde die Bewegung immer stärker werden.


Die Bewegung muss stärker werden. Kannst du dich noch erinnern als Chronixx, Protoje und Raging Fyah bekannt wurden? Über die Jahre werden weitere Bands kommen. Als ich Koffee das erste Mal traf war sie noch in der Schule. Ich habe Koffee zu Chronixx gebracht um zu gucken was er von ihr hielt. Er fand sie klasse und schau dir an was jetzt grade mit ihr passiert. Er gibt ihr eine Menge Support. Protoje zum Beispiel pusht Mortimer, Lila Ike, Sevana. Die ganzen Künstler, die er auf die Bühne bringt. Es ist wie ein Motown Vibe. Jede Menge Artists welche gepusht werden. Protoje und Chronixx spielen da eine große Rolle. Koffee ist für mich ein „Top Star“. Ich mach das schon ein paar Jahre und werde weiterhin Musik machen. Ich sehe mich trotz der Grammy-Nominierung trotzdem auch noch als junger aufstrebender Künstler.


2018 ist fast vorbei. Wie ist dein Rückblick auf das Jahr und was steht für 2019 an?


Dieses Jahr war sehr bedeutend. 2019? „Problem fi dem!“ Ich habe ein brandneues Album und es stehen Tours an. 2019/2020 wird sich alles zeigen!